
Aus hunderten eigener Handyfotos schichte und collagiere ich ein großformatiges Bild nach Pieter Brueghels „Kreuzigung“. Links erscheint ein embryonaler Körper als Symbol der Geburt, rechts die Kreuzigung als Zeichen des Endes, Beginn und Abschluss eines künstlerischen Prozesses. Die Arbeit überträgt Strategien maschineller Bildproduktion in eine bewusste, manuelle Praxis: Aus persönlichen Fragmenten entsteht ein neues visuelles Gefüge. So reflektiert „BIRTH (AThena), BODY (cruxiFICTION)“ Leben und Tod der Bildentstehung, die Flüchtigkeit digitaler Aufnahmen und das Spannungsfeld von menschlicher Imagination und algorithmischer Bildkultur.

Geboren 1997 in Augsburg, Deutschland, ist der deutsch-britische Künstler Robert Tilbury in Wien ansässig. Mit Background in Grafikdesign (BA Hochschule Augsburg, MA Kunstuniversität Linz) entwickelt er großformatige digitale Collagen aus eigenen Handyfotos. Seine Arbeiten reflektieren digitale Bildkultur, Körperlichkeit, erweitertes Körperdenken und urbane Erfahrung. Teilnahme an Einzel- und Gruppenausstellungen u. a. WHA Galerie Linz, FOTO WIEN, Brasserie Atlas/Erratum Projects, gr_und Berlin, VINZENZ Wien.