
Die ausgestellte Arbeit untersucht eine phänomenologische Frage: Das Sehen ist keine direkte Reflexion der Realität, sondern eine mentale Konstruktion, die von biologischen und erfahrungsbezogenen Faktoren geprägt ist. Die Unmöglichkeit, sich vollständig mit anderen zu verbinden, verdeutlicht die Herausforderung der Intersubjektivität – wir können andere nur teilweise wahrnehmen und verstehen, niemals vollständig auf ihr Bewusstsein oder ihre innere Welt zugreifen. Die Installation zeigt eine Szene, in der jemand versucht, Erinnerungen anhand von Reisefotos zu teilen, und veranschaulicht damit die Grenzen der Wahrnehmung der Realität durch Erinnerungen. KI-generierte Bilder fügen eine Paradoxie hinzu, indem sie persönliche und kollektive Erfahrungen verwischen. Sie suggerieren, dass Erinnerung und Wahrnehmung keine objektiven Aufzeichnungen sind, sondern codierte Systeme, die Algorithmen ähneln, und veranlassen uns, sowohl die Kunst als auch unser Verständnis der Existenz zu überdenken.

Ich wurde 1996 in Budapest geboren. Von 2015 bis 2020 studierte ich Malerei an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste bei Zsigmond Károlyi und Zoltán Ötvös. Nach meinem Abschluss wurde ich Mitglied des Skurc-Kollektivs, das sich mit gemeinschaftsbasierten Kunstprojekten und Gruppenausstellungen beschäftigt. Diese Zusammenarbeit fördert weiterhin den künstlerischen Austausch und inspiriert zu neuen Ideen. Neben meiner künstlerischen Tätigkeit habe ich als 3D-Modellierer gearbeitet und dabei das kreative Potenzial der Technologie erkundet – ein Interesse, das mich dazu veranlasste, mit künstlicher Intelligenz in der Kunst zu experimentieren.