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Kristóf Lázár/Look Into My Eyes_
Videoinstallation
Kristof Lazar

Die ausgestellte Arbeit untersucht eine phänomenologische Frage: Das Sehen ist keine direkte Reflexion der Realität, sondern eine mentale Konstruktion, die von biologischen und erfahrungsbezogenen Faktoren geprägt ist. Die Unmöglichkeit, sich vollständig mit anderen zu verbinden, verdeutlicht die Herausforderung der Intersubjektivität – wir können andere nur teilweise wahrnehmen und verstehen, niemals vollständig auf ihr Bewusstsein oder ihre innere Welt zugreifen. Die Installation zeigt eine Szene, in der jemand versucht, Erinnerungen anhand von Reisefotos zu teilen, und veranschaulicht damit die Grenzen der Wahrnehmung der Realität durch Erinnerungen. KI-generierte Bilder fügen eine Paradoxie hinzu, indem sie persönliche und kollektive Erfahrungen verwischen. Sie suggerieren, dass Erinnerung und Wahrnehmung keine objektiven Aufzeichnungen sind, sondern codierte Systeme, die Algorithmen ähneln, und veranlassen uns, sowohl die Kunst als auch unser Verständnis der Existenz zu überdenken.

Kristóf Lázár
Kristóf Lázár

Geboren 1996 in Budapest. Von 2015 bis 2020 Studium der Malerei an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste bei Zsigmond Károlyi und Zoltán Ötvös. Anschließend Mitglied des Skurc-Kollektivs, das sich mit gemeinschaftsbasierten Kunstprojekten und Gruppenausstellungen beschäftigt. Die Zusammenarbeit prägt weiterhin den künstlerischen Austausch und dient als Ausgangspunkt für neue Arbeiten.
Parallel zur künstlerischen Praxis Tätigkeit als 3D-Modellierer mit Fokus auf das kreative Potenzial digitaler Technologien. Daraus entwickelte sich ein fortlaufendes Interesse an der Arbeit mit künstlicher Intelligenz im künstlerischen Kontext.