
„Feygele, Feygele!“ ist eine Installation und Performance, die sich mit KI als einer Form der stimmlichen Nekromantie auseinandersetzt. Das Projekt rekonstruiert die verlorene Stimme eines Kastraten – einst von der Geschichte zum Schweigen gebracht – durch maschinelles Lernen und lässt sie im Körper eines Roboter-Vogels wiederaufleben. Diese hybride Kreatur, zart und unheimlich zugleich, wird zu einem lebenden Archiv, das Echos von Stimmen singt, die es nicht mehr gibt. „Feygele, Feygele!“ verbindet Mythos, Erinnerung und Technologie und hinterfragt die Ethik der Auferstehung, die Politik der Stimme und das spektrale Potenzial der KI, das Ausgelöschte wieder zum Leben zu erwecken.

Odete und Salvador Marino sind transdisziplinäre Künstler, die sich mit den Schnittstellen zwischen Körper, Stimme und Technologie beschäftigen. Durch die Verschmelzung von Archivfiktion, Queer-Theorie und bio-kybernetischer Performance lässt ihre Zusammenarbeit ausgelöschte Geschichten durch robotische Verkörperungen und klangliche Rituale wiederaufleben und hinterfragt dabei die Grenzen zwischen Organischem, Spektralem und Politischem.