projekte.art logo
Robert Seidel/HYSTERESIS_
Experimental Film
Robert Siedel

„HYSTERESIS“ verwebt die Projektionen abstrakter Zeichnungen von Robert Seidel mit der energetischen Choreografie der queeren Performerin Tsuki zu einem dichten, transformativen Gewebe. Die daraus resultierenden Muybridge'schen Silhouetten, barocken Texturen und berstenden malerischen Strukturen fluktuieren zwischen der zweiten und dritten Dimension und entfalten frei schwebende Gesten, welche die Gesetze der Natur aus den Angeln heben. Durch den Einsatz von Maschinellem Lernen zur Vermittlung dieser transformativen Repräsentationen korrumpiert der Film absichtlich die Strategien der Künstlichen Intelligenz und enthüllt eine frenetische, zarte und extravagante visuelle Sprache der Hysterie und Hysterese - in diesem historischen Moment, mit seinen einzigartigen KI-Möglichkeiten, in dem die gesamte menschliche Geschichte zu einem einzigen Punkt in der Gegenwart zusammenstürzt.

Christoph Beer
Robert Seidel

Robert Seidel arbeitet an der Grenzerweiterung von abstrahierter Schönheit durch visuelle, technologische und wissenschaftliche Ansätze. Seine Projektionen, Installationen und Experimentalfilme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals und in Museen wie dem Palais des Beaux-Arts Lille, ZKM Karlsruhe, Art Center Nabi Seoul, Young Projects Los Angeles sowie dem MOCA Taipeh gezeigt und unter anderem mit dem Ehrenpreis der KunstFilmBiennale und dem Visual Music Award Frankfurt ausgezeichnet.